Die Thüringer Urwaldpfade

Wie an einer Kette reihen sich entlang der Thüringer Höhenzüge wunderbare Waldwildnisgebiete aneinander, die wegen ihres Struktur- und Artenreichtums Urwaldperlen genannt werden. Auf diesen geschützten Flächen hat sich durch pflegliche oder ausgebliebene forstwirtschaftliche Nutzung eine Vielzahl kostbarer Wald-Lebensräume entwickelt.

Die Waldflächen befinden sich auf einem Halbkreis, der von der Hohen Schrecke im Nordosten, über den Naturpark Kyffhäuser und die Hainleite, über den Nationalpark Hainich, durch die Wälder bei Eisenach und das Biosphärenreservat Thüringer Wald bis zum Thüringer Schiefergebirge im Südosten reicht. Das Projekt Thüringer Urwaldpfade ermöglicht einem breiten Publikum, die schönsten dieser naturnahen Wälder zu erleben und etwas über ihre Bedeutung und Besonderheiten zu erfahren.

 

Die Wanderrouten

Verschlungene Urwaldpfade führen Wanderer durch lebendige teils jahrzehntelang ungestört gewachsene und wieder natürlich zerfallende Wälder. Das wilde, moosbewachsene Unterholz birgt Lebensraum für seltene Arten. Sprudelnde Bäche, tiefe Schluchten, steile Hänge, bizarre Felsformationen und weitreichende Ausblicke sorgen für faszinierende Wildnis-Abenteuer.

In den Urwäldern von morgen dürfen Bäume wachsen, alt werden, vergehen und in einem Kreislauf neues Leben hervorbringen