Der berühmte Welterbepfad (ca. 10 km) führt durch unberührte wilde Buchenwälder entlang von eindrucksvollen Schluchten. Im Mai und Juni duftet der Wald intensiv nach Bärlauch. Reiters Strunk-Saftkäfer und der Schwarzbraune Kurzschröter (ein Verwandter des Hirschkäfers) sind hier zu finden: Seltene Urwaldreliktarten, die über das von sattgrünem Moos überwachsene Totholz krabbeln. Der knorrige Zunderschwamm – ein Pilz, der alte, abgestorbene Bäume besiedelt und zersetzt – ist der Charakterpilz des Nationalpark Hainich.
Für Familien mit Kindern bietet sich die Rundtour auf dem Wildkatzenpfad (ca. 7 km) an. Im Wildkatzendorf Hütscheroda bekommen wir die scheuen Tiere auch zu sehen. Ein Höhepunkt der Tour – im wahrsten Sinne – ist die Aussichtsplattform „Hainichblick“. Bei gutem Wetter reicht der Blick bis zum Thüringer Wald und zur Rhön.
Natur pur entdecken und viel Neues erfahren auf kurzem Weg – das geht ganz wunderbar auf dem Hainich Urwaldpfad (ca. 2,2 km). Ein kleiner Pfad, auf dem sich eindrucksvoll zeigt, wie der Wald im Nationalpark Hainich unberührt nach seinen eigenen Regeln wieder zu einem „Urwald mitten in Deutschland“ wird. Zahlreiche Tafeln informieren über die Bedeutung von Totholz, seltene Waldbäume wie die Elsbeere und die Rolle des Waldes als Wasserspeicher.
Bei gutem Wetter reicht der Blick bis zum Thüringer Wald und zur Rhön
Wildnis spürbar und erlebbar machen für alle: Das geht auf dem Pfad der Begegnung (ca. 3 km). Dieser Thüringer Urwaldpfad ist einzigartig, denn er ist durchgehend barrierefrei und für Familien mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und sehbehinderte Menschen geeignet.